Flugsafari Botswana

Victoria Falls – Victoria Falls Hotel

Wir landen am Flughafen von Victoria Falls und werden auch gleich durch unseren Fahrer empfangen. Per Transfer geht es direkt zu unserer Unterkunft The Victoria Falls Hotel.

Das koloniale Victoria Falls Hotel spiegelt auch heute noch den Glanz längst vergangener Zeit und liegt nur 10 Gehminuten von den spektakulären Fällen entfernt. Das sehr gute Grillrestaurant, die gemütliche Terrasse mit Panoramablick sowie der herrliche Swimmingpool bieten uns einen enspannten Ferieneinstieg.

Gleich machen wir uns auf den Weg die Victoria Fälle aus der Nähe zu betrachten. Mit einem wahnsinnigen Getöse stürzen die Wassermassen in die Tiefe, 110 Meter steil nach unten, auf einer Länge von knapp 1.7 Kilomentern. Gischt spritzt auf und bildet einen dichten Sprühnebel, der sich wie ein Vorhang nach oben zieht. Besonders jetzt im Mai/Juni, wo rund zehn Millionen Liter Wasser pro Sekunde über den Felsrand schiessen, gehören die Victoria Falls am Zambezi Fluss zu den imposantesten Naturschauspielen der Welt. Wir merken schnell, dass wir vom Sprühnebel nicht verschont bleiben und spazieren tropfnass zu unserer Unterkunft zurück.

Am späten Nachmittag nehmen wir an einer Bootstour auf dem Zambezi teil. Wunderschön spiegelt sich die untergehende Sonne im Wasser, während im Hintergrund die Gischt der Fälle wie kleine Kristalle in der Luft in diversen Farben schimmern. Versorgt mit einem guten Drink und kleinen Häppchen geniessen wir den Sonnenuntergang.

Linyanti – Kings Pool Camp

Heute geht es weiter nach Botswana. Mit unserem Fahrer überqueren wir die Granze, erledigen die Einreiseformalitäten und gelangen zum Flughafen Kasane. Unser Buschpilot empängt uns bereits mit einem strahlenden Lächeln und der Aussage, dass es einen ruhigen Flug geben wird. Per Kleinflugzeug gelangen wir also zum Kings Pool Camp. Die Lodge liegt malerisch oberhalb der Kings Pool Lagune und des Linyanti Flusses in einem privaten Konzessionsgebiet. Das Camp besteht aus luxuriösen Chalets mit Holz- und Zeltwänden. Auf der Veranda befindet sich ein eigener, kleiner Pool und ein überdachtes Bett im Freien, eine sogenannte Sala.

Unsere Tage sind ausgefüllt mit spannenden Safaris im offenen Pirschfahrzeug, welches sich durch die wunderschöne Natur schlängelt immer auf den Spuren der hier heimischen Tiere. Unser Guide arbeitet schon viele Jahre im Linyanti Gebiet und kann uns sehr viel Spannendes und Wissenswertes über die Region und die Natur erzählen. Besonders bekannt ist der Park für seine grossen Elefantenherden, die man oft am Wasser beobachten kann. Die Queen Sylvia, das Hausboot der Lodge hat uns ebenfalls fasziniert. Leise bewegt es sich durch den Fluss, vorbei an vielen Tieren und wunderschön blühenden Pflanzen. Die Rufe der Hippos begleiten uns, während die Sonne langsam untergeht. Mit einem guten Glas Wein in der Hand stossen wir auf den aufregenden Tag in der Wildnis an.

Zurück im Camp wartet ein herrliches Feuer auf uns und wir setzen uns mit «Lucky» – wie sich unser Guide nennt, weil er stets die Tiere findet – in die bequeme Lounge. Während wir spannend seinen Geschichten lauschen, kommt völlig unerwartet der ganze Staff von Kings Pool um uns eine traditionelle Tanzvorführung zu zeigen und uns zum Tisch für das köstliche Abendessen zu begleiten.

Okavango Delta – Kwetsani Camp

Unsere Reise führt uns heute in die ewigen Gewässer des Okavango Delta. Per Kleinflugzeug gelangen wir in den westlichen Bereich dieses einzigarten Ökosystems. Der Flug ist bereits spektakulär, wie sich die diversen Flussarme zwischen den grünen, kleinen Inseln hindurch schlängeln. Unser Pilot zeigt uns immer wieder Tiere, die wir dank des Fluges aus einer ganz anderen Perspektive beobachten können. Eine neue Welt taucht vor uns auf, vollkommen anders als vieles, was wir bisher gesehen haben. Die Heimat einer schier unendlich erscheinenden Vielfalt von Tieren. Ein Ort puren Lebens, der Dank seiner Abgeschiedenheit gleichzeitig eine herrliche Ruhe ausstrahlt.

Die Landung war etwas unsansanft und trotzdem ein Erlebnis, da sich gleich eine ganze Zebra-Herde auf dem Airstrip befand und wir somit nochmals eine Schleife fliegen mussten um die Tiere erst zu warnen. Anschliessend fahren wir mit dem Boot durch einen Flussarm zu unserem Camp, welches auf einer länglichen Insel inmitten einer endlos scheinenden, offernen Ebene liegt. Die Zeltzimmer liegen ganz privat auf Stelzen und unter Palmen. Während der Siesta geniessen wir die wunderschöne Aussicht von unserer Terrasse aus. Es ist faszinierend wie nahe die Tiere zum Chalet kommen. Wir halten stets unsere Kamera und den Feldstecher bereit um alles einfangen zu können.

Am frühen Morgen gehen wir auf eine Mokoro-Tour. Die Einbaum-Kanus, welche hier auch die einheimischen Menschen als Fortbewegungsmittel benutzen, bieten eine angenehm ruhige Art die Natur zu geniessen. Bei dieser Safari geht es eher um die kleinen Dinge wie ein Frosch, der sich an einem Grashalm festklammert, eine Water-Lilly Pflanze, die sich langsam öffnet oder das Zwitschern eines farbenprächtigen Vogels.

Okavango Delta (Chief’s Island) – Mombo Camp

Nach einem ausgiebigen Frühstück werden wir zum Flugfeld gefahren, wo das Flugzeug gerade landet. Es ist faszinierend wie sanft es auf der sandigen Piste aufsetzt. Wir brechen zum Moremi Game Reserve auf und erhaschen erneut einen atemberaubenden Blick auf das Delta. Eine Giraffen-Herde galoppiert über die saftigen, grünen Wiesen – ein sensationeller Anblick aus der Höhe.

Wir landen auf dem Airstrip unserer Lodge und werden bereits winkend von unserem Guide empfangen. Nach einer kurzen Fahrt zum Mombo Camp haben wir Zeit uns in der ganz privaten Sala zu entspannen. Der Ausblick in die Natur ist spektakulär und so wagen wir es nicht die Augen zu schliessen, aus Angst etwas zu verpassen. Ein Elefant kommt langsam näher, sucht sich einen saftigen Baum und beginnt ganz langsam die grünen Blätter zu essen. Es erstaunt mich immer wieder wie diese Riesen mit ihrem sensiblen Rüssel das saftige Grün von den mit Dornen übersähten Ästen lösen und sanft in ihren Mund schieben kann.

Wir begeben uns anschliessen ins Hauptgebäude, wo ein riesiges Buffet mit köstlichen Kleinigkeiten auf uns wartet. Von frischen Früchten, über Kuchen und Saltzgebäck finden wir alles. Unser Ranger kommt mit einem verschmitzten Lächen auf uns zu und sagt, dass ein Löwenrudel mit Babys ganz in der Nähe weilt. Nun sind wir nicht mehr zu halten, klettern auf das Fahrzeug und halten uns gut fest, während wir durch den Busch fahren. Und tatsächlich… wir erblicken das Löwenrudel mit 4 kleinen Babys. Unser Guide erklärt uns, dass sie gerade mal 4 Monate alt sind. Sie klettern auf Termitenhügel, immer noch etwas unbeholfen, spielen mit Ästen und stupsen sich gegenseitig immer mal wieder an, was meist in einem lustigen Gerangel endet. Wir bleiben bestimmt 1 Stunde bei den Löwen und sind fasziniert wie wenig Interesse sie an unserem Fahrzeug haben.

Zurück im Camp geniessen wir ein traditionelles Abendessen in der Boma unter dem funkelnden Sternenhimmel. Das Essen wird direkt über dem Feuer zubereitet und es ist unbeschreiblich was die Köche für Köstlichkeiten zaubern. Was für eine Erfahrung inmitten des Busches zu essen… berauschend und romantisch zugleich.

Okavango Delta – Vumbura Plains

Wir starten zu unserem letzten Etappenziel und zu einer der wohl schönsten Lodge-Unterkunft im Südlichen Afrika. Nach einem nur rund 10-minuten Flug erreiche wir Vumbura Plains, welches sich auf einem privaten Konzessionsgebiet befindet und einer wunderbaren Vielfalt an Tieren einen Lebensraum bietet.

Bei den grossen Chalets gehen die Innen- und Aussenflächen durch grosse Fensterfronten und Terrassentüren ineinander über. Langsam wage ich meinen Fuss in den kleinen Planschpool zu halten und ziehe ihn aber schnell wieder zurück. Das Wasser ist extrem kalt, sowie auch die Nächte in dieser Jahreszeit in Botswana. Wir werden aber jeden Abend mit einer heissen Bettflasche verwöhnt und können so auch stets noch kuschelig bequem wach liegen und den Geräuschen der Tieren lauschen. Es gibt nichts Schöneres als einen Löwen in weiter Ferne rufen zu hören – das Bewusstsein im Busch zu sein.

Auf Pirschfahrten, Mokoro-Touren und auch Buschwanderungen erblicken wir die hier heimischen Tiere. Löwen und Hyänen gehen auf Beutejagt, Antilopen und Giraffen stillen ihren Durst am Fluss in der nähe der Lodge und eine friedliche Elefantenherde streift unmittelbar an den Chalets vorbei.

Wir lassen den Abend erneut am Lagerfeuer mit interessanten Gesprächen und einem Glas Gin&Tonic ausklingen. Die Reise kreist in unseren Gedanken, wir haben ein Lächeln auf dem Gesicht und sind überzeugt, dass es wohl kein schönerer Ort auf der Welt gibt als dieses Geheimnis hier im Südlichen Afrika.